40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Eingang mit transparentem Stern
40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Gesamtansicht
40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Bücherwände
40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Bücherwände 2
40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Bücherwände Detailansicht
40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Bücherwände Detailansicht 2
40 Jahre Stroemfeld Roter Stern Verlag Ausstellung - Detail Bücherwände
Der Verlag Roter Stern wurde 1970 von KD Wolff aus der Studentenbewegung heraus gegründet und veröffentlichte zunächst politische Kampfbroschüren. Ende der 1970er Jahre wandte sich der Verlag von radikal politischen Inhalten ab und entwickelte ein Programm, das sich stärker an den eigenen literarischen Interessen orientierte. Neben den bekannt gewordenen historisch-kritischen Textausgaben erschienen nun auch Prosa, Lyrik, Religionsphilosophie, kulturwissenschaftliche und filmbezogene Werke. In Anlehnung an Hölderlin etablierte sich schließlich der Name Stroemfeld/Roter Stern.
Das vielfältige und oft kontroverse Verlagsprogramm sowie der Wandel und die Erweiterung der Themenfelder bildeten die Grundlage des Ausstellungskonzepts. Der Stern fungierte als zentrales Gestaltungselement: als verbindendes Motiv zwischen Geschichte und Gegenwart des Verlags – als Ganzes, fragmentiert und in seiner Negativform.
Der Ausstellungsraum wurde durch die Linien eines „gesprengten“ Sterns strukturiert, die die Besucher durch die verschiedenen Themenbereiche führten. Diese Linien entwickelten sich zu Stellwänden, die sich in ein Raster schwarzer Flächen auflösten und jedem Buch eine eigene Präsentationsfläche boten. Lichtdurchlässige Banner mit handschriftlichen Notizen der Autoren verwiesen auf die historisch-kritischen Editionen, während Vitrinen mit Dokumenten die Verlagsgeschichte ergänzten.
Der Zugang zur Ausstellung erfolgte durch einen begehbaren, negativen roten Stern: eine transparente Form im roten Feld, die durch ihre Leerstelle wirkt und sich durch Bewegung und Wahrnehmung der Besucher immer wieder neu konstituiert. Für die Verleger ist das „Schöne und überraschende am Stern in der Ausstellung, dass er negativ ist. Das Feld ist rot, und der Stern ist weiß und transparent. Das ist der beste Rote Stern zurzeit. Man kann durch ihn durchgehen, er ist transparent, er ist farblos, aber alle wissen, dass er rot ist. Man kann ihn füllen mit Menschen, mit Bewegung, und alle sagen, da ist ein Roter Stern, obwohl er nicht da ist."
Konzept, Design, Planung : Boris Banozic
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Konstruktionsplanung, Produktion: Matthias Schwarz
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Fotografie: Jürgen Zeller